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Fachbeitrag · Interim Management · 2 Min. Lesezeit

Troubleshooting im Konzern: Mit der Geschwindigkeit eines Mittelständlers

Dr. Klaus-Jürgen Wolf, Founder & Managing Partner

Eine Umweltkrise und ein drohender Auftragsverlust von 20 Millionen US-Dollar zur gleichen Zeit. Im Konzern ist die schnelle Lösung vor allem eine Frage der Diplomatie.

Einem Konzern oder seinen Geschäftsbereichen mehr Agilität zu verleihen, ist kein Spaziergang. Notsituationen verlangen trotzdem schnelle Ergebnisse. Was tun, wenn Umweltschützer vor der Tür stehen, die Abwasserwerte nicht stimmen und man für Weltmarken liefert, die in ihren Nachhaltigkeitsberichten absolute Umwelttreue versprechen? Und was tun, wenn gleichzeitig ein Lieferant ein Schlüsselprodukt nicht mehr liefern kann und ein Auftrag über 20 Millionen US-Dollar auf dem Spiel steht?

Für einen Mittelständler wären Fokus und Tempo kein Problem. Im Konzern ist solches Troubleshooting heikel. Personalreserven gibt es kaum noch, die Zusatzaufgaben muss die bestehende Mannschaft übernehmen, und Outsourcing scheidet zum Schutz von Betriebsgeheimnissen aus.

Warum es heikel ist

Manche Verantwortliche versuchen, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, und kehren Probleme lieber unter den Tisch. Es geht also nicht nur darum, schnell eine Lösung zu finden, sondern auch darum, bestimmte Parteien ins Boot zu holen. Das erzeugt Widerstand, zahlt sich aber in der Lösungsfindung aus.

Widerstand kostet Zeit und erzeugt Frustration. Er muss neutral, unbefangen und vor allem routiniert und diplomatisch abgebaut werden. Rückschläge sind einzuplanen. Das verlangt ein erfahrenes Industrie- und Managementprofil, das politisch wirksam agiert. Auch wenn sie unerwünscht ist: Ohne eine gewisse Eskalation lassen sich manche Probleme nicht in der nötigen Zeit lösen.

Als Technischer Direktor ad interim hat WOLF in diesem Projekt die Krise stabilisiert, die technischen Abteilungen lean reorganisiert und die Produktionskosten um 5 Prozent gesenkt.

Das Projekt dahinter

Im Wettlauf mit China die Nase vorn: 5 % weniger Produktionskosten, zwei Neuentwicklungen, Umwelt- und Arbeitsschutz auf Kurs.

Zur Case Study

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Ein Textil-Gigant kämpft mit Details

Textilkonzern, Mexiko

Ergebnis
Reduktion Produktionskosten 5 %, 2 Neuentwicklungen
Dauer
12 Monate